Forbes erhebt schwere Vorwüfe gegenüber Helium Network

Helium Network

Forbes erhebt schwere Vorwüfe gegenüber Helium Network

Das Helium Network war im letzten Jahr Everybodys Darling und fasziniert auch mich nach wie vor. Kritik kam bislang nicht wirklich auf. Jedoch beendete vor gut einer Woche ein Artikel der Forbes diese Heile Welt von Helium Network abrupt. In dem bislang in deutschen Medien kaum beachteten Artikel geht die Forbes ziemlich scharf gegen Helium Network vor.

 

Helium Network – Laut Forbes kein Netzwerk der Community

 

Für viele Interessenten war bislang der große Kritikpunkt am Helium Network der stetig fallende Verdienst mit den eingesetzten Helium Hotspots bzw Miner. Konnte man bis zum Sommer 2021 teilweise monatliche Verdienste im Verdienste im vierstelligen Bereich verzeichnen, sanken diese mit der extremen Popularität des Projekts. Zum Einen werden die täglich ausgeschütteten Rewards durch immer mehr Teilnehmer geteilt. Zum Andern fiel auch der Helium Token HNT dem Bear Market im Mai und Juni 2022 zum Opfer und der Kurs schrumpfte enorm. Dies trübte natürlich die Freude der tausenden Wartenden auf einen Miner. Durch die hohe Nachfrage gab es zwischenzeitlich Wartezeiten von über einem halben Jahr nach dem Kauf eines Helium Hotspots über die offiziellen Quellen.
Das ist aber nur ein Punkt von mehreren Kritikpunkten des Forbes Magazin. Aus Sicht der Forbes wird das Helium Network, welches unter anderem Andreessen Horrowitz und Tiger Globals mit 1,2 Milliarden US Dollar unterstützt wird, schlichtweg überbewertet und wird dem Titel The Peoples Network nicht gerecht.

 

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Reich wurde nur die Führungsetage

 

Forbes hat eigenen Angaben zufolge 30 digitale Wallets identifiziert, die mit Helium-Mitarbeitern, deren Freunden und Familie sowie frühen Investoren in Verbindung stehen zugespielt bekommen. Diese 30 Wallets schürften angeblich 3,5 Millionen HNT – fast die Hälfte aller Helium-Token, die innerhalb der ersten drei Monate nach dem Start des Netzwerks im August 2019 generiert wurden, so die Forbes-Analyse, die von der Blockchain-Forensikfirma Certik bestätigt wurde. Innerhalb von sechs Monaten wurden auf diese Weise mehr als ein Viertel aller HNT von Insidern geschürft – im Wert von rund 250 Millionen US-Dollar, gemessen am All Time High des HNT Token. Selbst nach dem Absturz des Kurses sind die Token heute noch rund 21 Millionen Dollar wert.

In der Regel gewähren Crypto Projekte frühen Investoren und Mitarbeiter für das Mining große Rendite und legen diese anschließend in Blogbeiträgen oder Whitepapers offen. Helium Network und seine Führungskräfte haben hingegen den eigenen Plan der Rewards-Ausschüttung öffentlich diskutiert und ein System namens Helium Security Tokens HST geschaffen. Welches etwa ein Drittel aller HNT für Insider garantiert, jedoch wurde nicht offengelegt, wie hoch der HNT Token-Vorrat war, der in der Testphase aus dem Netzwerk genommen wurden und nach Angaben von Forbes in die Millionen geht.

Dieses Vorgehen ist ein wiederkehrendes Muster in der Kryptowirtschaft, sagt Lee Reiners, Policy Director am Duke Financial Economics Center, der Kryptowährungsrecht an der Duke Law gegenüber der Forbes und erklärt, dass diese Sache eingerichtet wurde, um die Gründer und frühen Unterstützer auf Kosten der gewöhnlichen Menschen zu bereichern, die Hotspots kauften, weil sie dachten, sie würden einen Wert bringen. Amir Haleem, Mitbegründer und CEO von Helium Network, bestätigte in einem Interview den Vorwurf, dass in der Frühzeit des Projekts Helium Hotspots an Mitarbeiter, Familie und Freunde vergeben wurden. Allerdings in angemessenen Maß, von einem Insider-Handel wollte er aber auf Nachfrage von Forbes nichts wissen.

 

Was ist ein angemessenes Maß?

 

Die Forbes untersuchte eine Wallet von Amir Haleems Frau und fand fünf damit verbundene Helium Hotspots. Diese haben in den ersten drei Monaten nach der Gründung des Netzwerks 250.000 HNT geschürft. Die Wallet hat insgesamt 455.000 HNT aus Mining-Belohnungen verdient, die zum Höchstpreis von HNT 25 Millionen Dollar und heute 2 Millionen Dollar wert sind. Es ist nach Angaben des Forbes unklar, wann oder ob Haleem diese Token verkauft hat; eine Stellungnahme gegenüber Forbes wurde abgelehnt.

Die Transaktionshistorie des Blockchain zeigt ebenfalls auf wie Insider große Summen von HNT an eine Binance-Wallet schickten, die wie die Forbes berichtet von der Discord-Community von Helium identifiziert wurde. Im Laufe eines einzigen Tages im August 2021 erhielt beispielsweise eine Wallet, die offenbar mit COO Frank Mong verbunden ist, innerhalb eines zweistündigen Zeitfensters fast ein Dutzend Zahlungen von zwei anderen mit ihm verbundenen Wallets. Die Summe dieser Zahlungen, die damals einen Wert von fast 1 Million US-Dollar hatte, wurde laut der Analyse von Forbes Minuten später auf die Binance-Wallet übertragen. Theoretisch könnte das Verschieben der HNT-Einkünfte zu Binance, wo sie dann in andere Kryptowährungen oder US-Dollar umgetauscht werden könnten, der erste Schritt zur Auszahlung von Mong gewesen sein. Mong reagierte ebenfalls nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme gegenüber Forbes.

 

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Mit dem Hype kamen die Probleme

 

Amir Haleem gründete 2013 zusammen mit dem Napster-Vater Shawn Fannings Helium Network, damals noch unter den Namen Skynet Phase 1. Ziel war es ein drahtloses Netzwerk für Internet of Things Geräte (IoT-Devices) aufzubauen. Die Idee klang großartig und so wurden nach Angaben der Forbes bereits in der ersten Finanzierungsrunde 2015 knapp 50 Millionen US Dollar bei namhaften Investoren Khosla Ventures Salesforce-Gründer Marc Benioff eingesammelt. Helium Network war ein sehr verheißungsvolles Projekt und konnte immer mehr Interessenten von Crypto Mining über IoT Devices überzeugen.
Mit dem Wachstum des Netzwerk gab es allerdings auch die ersten größeren Probleme. So begannen Helium Network-User die Locations der Helium Hotspots zu manipulieren, um die Belohnungen zu maximieren. So gab es beispielsweise auch in der Area51 oder in Naturschutzgebieten angebliche Helium Hotspots, was faktisch unmöglich war. Ebenso fanden Helium-Mitarbeiter einen User, der seine Helium Hotspots durch Manipulation in Form eines Stinkefingers anordnete, so die Forbes im Artikel.

Mittlerweile gibt es zwar eine Blacklist von rund 70.000 Hotspots, die möglichen Betrügern gehören, und Helium Network behauptet nach Angaben der Forbes, Maßnahmen zur Bekämpfung von Spoofing eingeführt zu haben, doch war es anscheinend innerhalb des Unternehmens weithin bekannt, dass auch Mitarbeiter diese Praxis der Manpiluation anwendeten.
Knapp 12 Monate nach dem Go Live von Helium Network gab das Projekt selbst an, dass sich seine Hotspots über mehr als 1.000 Städte in Nordamerika erstrecken. Große Kryptowährungsbörsen wie Binance und FTX listeten kurz darauf den HNT Token und ermöglichten es den Menschen, HNT zu kaufen, zu handeln und zu verkaufen. Im Juli 2021 waren weltweit bereits mehr als 100.000 Hotspots online, obwohl die HNT-Belohnungen stetig sanken. Wie üblich bei Crypto-Projekten war die anfängliche Token-Ausschüttung vom Helium Network die größte. Im ersten Jahr wurden mehr als 60 Millionen HNT ausgegeben, eine Summe, die sich alle zwei Jahre halbiert, um den Wert der Kryptowährung zu schützen, wie aus den Projektunterlagen hervorgeht. Diesen Vorgang nennt man Halving.

 

Einnahmen aus Netzwerkbetrieb bleiben aus

 

Wie die Forbes berichtet, scheint das Unternehmen damit zu kämpfen, Einnahmen aus seinem Netzwerk zu erzielen. Forbes fand heraus, dass im vergangenen Jahr, zwischen Juni 2021 und August 2022, laut Heliums eigenen Zahlen nur 92.000 US-Dollar an Einnahmen aus Daten generiert wurden, die über das Netzwerk übertragen wurden – eine Zahl, die in krassem Gegensatz zu den 250 Millionen US-Dollar steht, die das Mutterunternehmen von Investoren erhalten hat. Stattdessen erwirtschaftet das Helium Network den größten Teil seiner Einnahmen – 53,3 Millionen US-Dollar im selben Zeitraum – durch die Registrierung neuer Hotspots und die Authentifizierung anderer Geräte im Netzwerk. Einnahmen aus Daten im Netzwerk ließen sich nicht über Nacht erzielen, sagte Haleem gegenüber Forbes und fügte hinzu, dass das Helium-Netzwerk erst in den letzten neun Monaten rentabel geworden sei. Ebenso sei es zu beachten, dass es eine gewisse Entwicklungszeit der kompatiblen IoT-Devices gäbe.

 

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Erste Partner distanzieren sich von Helium Network

 

Bereits vor einigen Monaten gab es die ersten Rücktritte von Helium Pilotprojekten. So zog sich die Stadt San Jose zurück, da es mehr kosten würde die Hotspots zu betreiben, als sie einbringen. Ebenso sind die vermeintlich großen Partner Salesforce und Lime von der Helium Webseite verschwunden. Forbes kontaktierte beide Unternehmen und erfuhr, dass sowohl Salesforce als auch Lime Helium Network nicht nutzen. Drei Jahre nach seinem Blockchain-Debüt scheinen die Nutzer von Helium frustriert darüber zu sein, dass das Unternehmen seine hochtrabenden Versprechen nicht einhalten konnte. Abgesehen von den Beschwerden über die geringen Einnahmen berichten Community-Mitglieder nach Forbes Angaben, dass sie bis zu einem Jahr auf die Lieferung ihrer Hotspots warten müssen. Sobald ihre Hardware eintrifft, behaupten einige Mitglieder, dass Zufallsvariablen wie die Topografie, Eichhörnchen, Fenstergitter und Vogelkot ihre Gewinne negativ beeinflussen können.

 

Hat all das Auswirkungen auf Helium 5G?

 

Leider kann man diese Frage bislang noch nicht beurteilen. Sowohl Dish als auch T-Mobile lehnten eine Stellungnahme gegenüber Forbes ab, aber distanzierten sich auch nicht von der Zusammenarbeit. Aus eigenen Erfahrungen weiß ich aber mittlerweile, dass auch bei Helium 5G die Einnahmen mit zunehmender Zahl der Hotspots schwinden werden. So war bei meiner Bestellung meiner beiden gehosteten Helium 5G Hotspots in den USA noch die Rede von einem Tagesverdienst von ca. 185,- USD. Innerhalb von nicht einmal zwei Wochen wurden die Verdienstangaben auf 130,- USD korrigiert. Es ist immer noch viel, aber umso mehr stört es mich, dass bislang meine Hotspots noch nicht installiert sind. Natürlich halte ich Euch diesbezüglich auf dem Laufenden.

 

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Wolle - LoRaProject.io
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Mit 40 Jahren hat mich die Faszination am Internet of Things (IoT) und Crypto Mining gepackt. Das enorme Wachstumspotential des Marktes und die verschiedenen Einnahmemöglichkeiten im Bereich des LoRaWAN ließen mich nicht mehr in Ruhe und ich befasste mich schnell mit weiteren Möglichkeiten ein passives Einkommen zu generieren. Mittlerweile umfasst mein IoT-Portfolio Helium Network, MXC Foundation, Planetwatch Network, GEODNET und WeatherXM. Im Decentralized Finance, dem hochriskanten Anlagefeld, bin ich aktuell lediglich bei CroNodes Finance und Mysterium Network mit am Start. Mein neuestes Projekt ist das Selbstexperiment mit zwei gehosteten Helium 5G Hotspots in den USA. Mein gesamter Blog LoRaProject.io dient keinerlei finanzieller Beratung. Ich dokumentiere ausschließlich meine Erfahrungen.



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